Habt ihr auch so schöne Adventskalender, vielleicht selber genäht oder gebastelt, die ihr jedes Jahr für eure Kinder füllt? Und überlegt ihr auch jedes Jahr wieder, was ihr Schönes hinein tun könnt? Ich habe ein paar Ideen für euch.
Alle Jahre wieder freuen sich die Kinder auf den Adventskalender. Jeden Tag laufen sie voller Vorfreude und Neugierde zu den Päckchen, zählen wie viele es noch bis Weihnachten sind und freuen sich über 24 kleine Überraschungen. 24 kleine Freuden und wenn man zwei Kinder hat, sind es 48. Oder noch mehr.
Also, 48 Ideen sammeln, 48 Kleinigkeiten kaufen, 48 Päckchen packen (je nachdem, wie gut sie sich verstecken lassen oder sie hineinpassen). Und ihr kennt das sicherlich – je mehr Päckchen man im Laufe der Jahre gemacht hat, desto schwieriger wird es (neue) Ideen zu finden. Daher kommen in diesem Beitrag mal ein paar gesammelte Vorschläge von mir.
Der Adventskalender – eine protestantische Tradition
Wusstet ihr, dass der Adventskalender eine alte protestantische Tradition ist? Der Adventskalender soll die Tage bis zum Heiligen Abend verkürzen und ist insbesondere für Kinder ein Zeitmesser.
Ab 1840 fingen Eltern an, sich verschiedene Möglichkeiten auszudenken, um ihren Kindern die noch verbleibende Zeit bis Heiligabend greifbar zu machen und den festlichen Zauber der Adventszeit hervorzuheben. Meist führten evangelische Familien den Brauch ein, 24 Kreidestriche an die Wand zu malen und die Kinder durften bis zum Heiligen Abend jeden Tag einen Strich wegwischen. Auch gibt es die Tradition, bis zum 24. Dezember jeden Tag einen Strohhalm in die Krippe zu legen, damit das Christkind es zur Geburt warm und gemütlich hat. In den skandinavischen Ländern ist die Adventskerze verbreitet, welche jeden Tag bis zur nächsten Markierung abbrennt. Schön ist auch die Himmelsleiter in Österreich, auf der das Christuskind jeden Tag eine Leitersprosse abwärts geht. Ja, ihr lest richtig. Es geht nicht hinauf, sondern hinunter, denn Christus kommt an Heiligabend zu uns Menschen auf die Erde.
Um 1920 konnte man den ersten Adventskalender mit Fenstern verschenken, hinter denen Bibelverse oder Bilder zu finden waren. Erst Ende der 1950er Jahre wurde das erste Mal ein Schokoladen-Adventskalender angeboten, welcher den Kindern die Wartezeit versüßen soll.
Heute gibt es von LEGO bis Playmobil, Pokémon oder Schleich alle möglichen Adventskalender und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wir handhaben es nach wie vor traditionell und befüllen unsere Säckchen an den Kalendern selber.

Wieviel kosten die Kleinigkeiten für den Kalender?
Das kann man pauschal nicht beantworten, weil eurer Phantasie und eurem Geldbeutel keine Grenzen gesetzt sind. Früher habe ich immer ein bis zwei Euro pro Päckchen veranschlagt, was sich aber kaum noch realisieren lässt. Denn auch der Krimskrams ist – wie ich finde – teuer geworden. Wenn ihr also sparen wollt, kauft Dinge, die ihr auf mehrere Päckchen verteilen könnt. Bei zwei oder mehr Kindern sowieso. Ihr könnt ja auch gebrauchte Sachen kaufen und sie schön verpacken.
Was mache ich, wenn die Kleinigkeiten zu groß für den Adventskalender sind?
Die Geschenke sind zu groß, aber trotzdem gewünscht oder angemessen für einen Adventskalender? Da habe ich eine prima Idee für euch. Ich mache für unsere Jungs einfach eine kleine Karte in das Päckchen mit einem Hinweis: „Suche dein Päckchen mit der Nr. 17 …“. Unsere Jungs finden das voll witzig und haben immer viel Spaß am Suchen. Das mache ich natürlich nicht jeden Tag. Und allzu teuer sollten die Sachen auch nicht sein. Vielleicht einen coolen Comic, ein Rätselheft oder Stickerbögen. Vielleicht auch eine Packung leckeren Weihnachtstee. Es gibt ja manchmal auch große Kleinigkeiten.

Wo finde ich viele Kleinigkeiten?
- Schreibwarenläden (wenn diese groß und gut sortiert sind, könnt ihr hier schon mal eine ganze Menge finden, z. B. für die Bonner Familien der Struck in Beuel)
- Buchhandlungen wie z. B. Thalia (diese bieten mittlerweile schönen Krimskrams an, auch kleine Bücher, Pixi-Bücher, Notizbücher etc.)
- Drogeriemärkte (hier gibt es die vielen kleinen Urlaubsgrößen, Badeschaum, Spängchen, gesunde Naschereien etc.)
- HEMA (auf jeden Fall mal stöbern, denn die Niederländer haben immer viele schöne Kleinigkeiten im Sortiment)
- Discounter (ja, auch ruhig hier mal schauen. Aldi, Lidl & Co. haben in der Vorweihnachtszeit oft nette Kleinigkeiten, z. B. Malbücher, Stickerhefte)
- Süßigkeiten: an den Supermarktkassen, in den großen Kaufhäusern wie Galeria und Karstadt oder Lindt. Denn die haben eine große Weihnachts-Süßigkeiten-Abteilung, in der man die Schoko-Figuren oder Pralinen auch einzeln kaufen kann.
Süßigkeiten
Eigentlich einfach. Aber das ist ja genau die Krux an der Sache, man will ja gar nicht so viel Süßes in den Kalender packen. Früher habe ich im Wechsel was Süßes und ein kleines Geschenk gemacht, heute überwiegen die Überraschungen. Denn die Kids sind ja von Sankt Martin und mittlerweile Halloween immer noch so überzuckert und futtern in der Vorweihnachtszeit eh soviel Süßes. Trotzdem gibt’s jetzt hier ein paar Ideen:
- Es gibt diese kleinen Adventskalender mit Mini-Schoki. Die finde ich richtig nett. Zum einen haben die Kids einen Adventskalender im Adventskalender, also können zusätzlich noch jeden Tag ein Türchen aufmachen, zum anderen ist die Schoki so klein, da mögen es die Zähne verzeihen.

- In manchen Schreib- oder Spielwaren gibt es Zauber-Brause. Die fanden unsere Jungs eine Zeit lang total gut.
- HARIBO-Tütchen Weihnachts-Edition. Hier habt ihr gleich für mehrere Tage was zum Befüllen.
- Twix, Milky Way & Co. Also die vielen Schokoriegel, die oft an den Supermarktkassen liegen.
- Es gibt manchmal kleine Chio-Chips-Tüten. Oder auch Studentenfutter und Nüsse in schmalen Tüten.
- Lollis und Schoko-Lutscher mit Weihnachtsmotiven.
Ich mag es, wenn man in den Adventskalender nicht die Sachen rein packt, die die Kids sowieso kennen, sondern besondere Weihnachts-Schokolade.

Kleinigkeiten aus dem Schreibwarenhandel
- Spitzer und Radierer (es gibt so viele witzige Radiergummis als Controller, Einhorn uvm.)
- Legami-Stifte (die Weihnachts-Legamis sind sehr begehrt, hier müsst ihr früh sein)
- sonstige Stifte (mit Glitzer, Gel oder Anhängern, Mini-Textmarker)
- coole Klebestifte
- Post-it-Heftchen (ich habe dieses Jahr richtig coole für meine Jungs gefunden mit Fast Food, es gibt aber auch welche mit Einhörnern oder Raumfahrt)

- weihnachtliche Magnetlesezeichen
- kleine Knobel- und Rätselhefte
- Rechensteine
- Pixi-Hefte (für die größeren Kids gibt es tolle Pixis von Was ist was? oder Pixi Wissen)
- Pixi-Weihnachtshefte (habe ich unseren Jungs gerne in den Adventskalender zum Vorlesen getan, als sie noch klein waren)
- Stempel
- Schlüsselanhänger
- Maskottchen/Glücksbringer für den Ranzen
- Stressbälle oder Knautschtiere
- Pflaster (für Mädchen mit Eiskönigin oder Einhörner, für Jungs mit Superhelden oder Monster)
Kleinigkeiten aus dem Spielwarenhandel
Schaut, vor allem auch für die kleinen Kinder, bei den Mitgebseln und Giveaways für Geburtstage. Hier findet man jede Menge schöner Kleinigkeiten:
- kleine Kreisel
- kleine Autos
- Perlen für Armbänder
- Figuren zum Aufziehen (bei unseren Jungs waren sie viele Jahre der Knaller)
- Knackfrösche
- Springtiere
- Fingerpuppen (gibt’s auch einzeln bei HEMA oder in den Drogeriemärkten)
- magische Schlange
- Mini Popit als Schlüsselanhänger
- kleiner Zauberwürfel
- kleine Seifenblasen

- kleine Kaleidoskope (schaut hier auch mal bei den Ständen von Käthe Wohlfahrt auf den Weihnachtsmärkten, die haben so schöne weihnachtliche Kleinigkeiten)
- kleine Flöten oder Panflöten
- weihnachtliche Schneekugeln (gibt es günstig in den Drogeriemärkten)
- Lupen oder Insektengläser
- kleine Playmobil- oder LEGO-Tüten (einzelne Figuren)
- Schleich-Tiere
- Kartenspiele (Quartett, UNO uvm.)
- Pokémon-Karten (hier ist mir persönlich ein Booster-Pack zu viel, so dass ich die Karten aufteile)
Drogeriemärkte und andere Läden
- Badeschaum (hier gibt es ja mittlerweile unendlich viele, mit Farbe, Knistern und coolen Motiven)

- kleines Duschgel (schaut mal bei Bübchen, die haben kleine Urlaubsgrößen mit schönen Motiven für Mädchen und Jungs)
- für die Mädchen Haarspangen, Haargummis, kleine Bürste für die Schule
- für die Jungs einen schönen Kamm für die Schule (Schwimmunterricht)
- Weihnachtssocken
- Weihnachts-Strohhalme
- Weihnachtstee
- Rubbellose (finden unsere Jungs jedes Mal cool)
- kleine Fotorahmen mit einem schönen Foto darin oder ein Fotohalter
Besondere Ideen
Schön sind Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen wie Kinokarten, Theaterkarten oder ein Nachmittag im Schwimmbad. Meist sind die Tickets aber teuer. Es können ja auch symbolische Gutscheine sein für einen Besuch auf einem Weihnachtsmarkt, ein Waldspaziergang, Rodeln usw.
Ich hatte unseren Jungs mal Karten für ein Weihnachts-Theater von Pettersson und Findus hier in Bonn geschenkt. Das hatte den beiden richtig gut gefallen.
Eine Freundin erzählte mir neulich, sie hatten ihrem Sohn einmal eine DVD in den Adventskalender getan. Die kann ja ruhig gebraucht sein. Vielleicht ein schöner Weihnachtsfilm, den ihr dann an einem der Adventswochenenden gemeinsam mit der Familie schaut. Gut, wenn ihr natürlich Netflix & Co. habt, ist das vermutlich hinfällig. Schön finde ich die Idee trotzdem.
Na, habt ihr vielleicht die eine oder andere Idee finden können? Lasst mir gerne einen Kommentar da und folgt mir auf Instagram für jede Menge schöner Inspirationen zum Thema Reisen mit Kindern, Frankreich, Bonn und Familientouren.
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