Luxemburg-Stadt, das Herz des Großherzogtums Luxemburg, beeindruckt mit seiner außergewöhnlichen geographischen Lage. Bockfelsen, Schluchten, Panoramen, eine charmante Altstadt und zahlreiche Museen – Letzebuerg ist unbedingt einen Besuch wert.
Moien, Bonjour, Welcome, Willkommen: Luxemburg-Stadt ist die wohl europäischste aller Hauptstädte. Berühmt für ihren Status als Weltkulturerbe, ihre 100 Brücken, die mittelalterliche Befestigung und die höhlenartigen Kasematten. Unbedingt sollte man diese quirlige Metropole einmal besuchen, mindestens als Wochenendtrip, denn so könnt ihr die abendlich beleuchtete Stadt und ein wenig Nightlife erleben.
Ein City-Trip durch Luxemburg wird auf jeden Fall abwechslungsreich, denn die Stadt hat so einiges zu bieten.

Gut zu wissen
Luxemburg, luxemburgisch Letzebuerg, ist die Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums Luxemburg und hat derzeit 136.200 Einwohner (Stand 02/2026). Die Stadt ist mit Brüssel und Straßburg Sitz der Europäischen Union. Fast 170 Nationalitäten leben in Luxemburg-Stadt.
Luxemburg ist eine spannende Mischung aus 1000jähriger Geschichte, Kultur und einer besonderen geographischen Lage. Die Stadt wird von den Schluchten der beiden Flüsse Alzette und Pétrusse durchzogen. Diese tiefen Täler und Schluchten machen einen Spaziergang auf dem Chemin de la Corniche, dem „schönsten Balkon Europas”, zu einem einzigartigen Erlebnis.
Auch die Altstadt lädt zum Bummeln ein und überrascht mit vielen schönen Plätzen und Highlights. Die Stadt der kurzen Wege lässt sich gut an einem Tag erkunden.
Luxemburg-Stadt und die vielen spannenden Regionen des kleinen Landes haben ein großes Angebot für Familien und warten darauf, entdeckt zu werden. Also, fahrt doch mal hin! Als Begleiter für eure Tour empfehle ich euch den DUMONT direkt Reiseführer Luxemburg*. Wanderungen, Winzerdörfer, Luxemburg-Stadt – hier habt ihr einen übersichtlichen Begleiter mit Faltplan und vielen Tipps.
Wie kommt man hin?
Von Köln/Bonn sind es nur an die 200 Kilometer und schon seid ihr in mitten in Luxemburg-Stadt. Die Frankfurter brauchen knapp drei Stunden, bis Hamburg und München sind es je an die 600 Kilometer, Berlin liegt ca. 750 Kilometer von der luxemburgischen Grenze entfernt. Für uns NRWler ist Luxemburg wegen der kurzen Distanz ideal für ein Wochenende oder auch einen verlängerten Feiertags-Trip.
Mit dem Zug könnt ihr beispielsweise von Köln mit einem Umstieg in Koblenz fahren. Die Hamburger müssen auch in Köln und Koblenz umsteigen. Von München aus gibt es Anschlusszüge in Stuttgart und Saarbrücken. Im gesamten luxemburgischen Staatsgebiet könnt ihr seit dem 1. März 2020 mit sämtlichen öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos fahren, also Bus, Straßenbahn und Zug (außer 1. Klasse).
Rundgang durch Luxemburg-Stadt
Luxemburg-Stadt ist eine der kleinsten Metropolen Europas und damit gut zu Fuß zu entdecken. Die Highlights liegen sehr gebündelt. Zu den Schluchten gibt es Aufzüge. Die Stadt gliedert sich in eine Ober- und Unterstadt – überall bieten sich dem Besucher faszinierende Aussichten.
Bummel durch die Altstadt
Startet eure Tour am besten in der Altstadt. Sie lädt mit ihren romantischen Gassen und Shoppingmeilen zu einen Bummel ein. Die Place d’Armes ist der frühere Paradeplatz und das Herz der Stadt. Hier laden zahlreiche Cafés und Restaurants zu einer Pause ein. Vor dem Stadtpalais Cercle Municipal finden häufig Feste oder Konzerte statt, so auch bei unserem Besuch.
Auf der Place du Théâtre steht die berühmte Skulptur der Gaukler. Von der Cathédrale Notre-Dame geht es weiter zur Place Guillaume II mit dem Reiterstandbild König Wilhelms II, am neoklassizistischen Rathaus vorbei zum Palais Grand-Ducal.
Wunderschöne Ornamente zieren die Fassade. Schon seit dem 13. Jahrhundert stand hier ein Stadthaus, welches aber im 16. Jahrhundert durch einen Brand zerstört wurde. Wenn sich der Fürst in der Stadt aufhält, wird die luxemburgische Flagge gehisst.

In der Rue de la Loge findet ihr einen Erkerturm mit der Aufschrift „Mir wölle bleiwe wat mir sin“ – hier hatten die Freimaurer ihren Sitz. Von dort aus geht es durch den Breitenweg Breedewée steil hinunter in die Unterstadt Grund. Auf dem beeindruckenden Bockfelsen errichtete Siegried im Jahre 963 die Lützelburg.
Die Place de la Constitution mit dem Monument de Souvenir und der Siegesgöttin Gëlle Fra erinnert an die Opfer der Weltkriege. Vom Platz aus könnt ihr erste Ausblicke auf das Pétrusse-Tal genießen. Beeindruckend ist die Pont Adolphe, die sich über das Tal zieht.
Spaziergang auf der Corniche
Geht auf der Corniche spazieren, dem „schönsten Balkon Europas”. Von dem alten Wehrgang über dem Flüsschen Alzette bieten sich immer wieder traumhafte Ausblicke auf den Bockfelsen mit den Kasematten (Gewölbe innerhalb von Festungsanlagen), das Rhamplateau und das Kirchbergplateau.
In der Unterstadt Grund reihen sich schiefergedeckte Häuser aneinander mit lauschigen Cafés oder Bars am Flussufer. Der Turm der St. Johannes-Kirche ragt in den Himmel, man flaniert über romantische Brücken, vorbei an kunstvoll angelegten Gärten und kleinen Türmen.
Wir hatten an diesem Juli-Wochenende traumhaftes Wetter und Luxemburg hat sich uns von seiner schönsten Seit gezeigt. Gerne hätten wir noch etwas mehr Zeit mitgebracht, um auch einmal die vielen schönen Museen kennenzulernen. Letzebuerg, mir kommen zeréck!
Nützliche Infos
- Das Zentrum von Luxemburg-Stadt lässt sich gut an einem Tag erkunden. Wollt ihr die Stadt am Abend erleben und eines der zahlreichen Museen besuchen, empfiehlt sich eine Übernachtung.
- Die kurzen Wege in der Stadt machen einen Besuch der vielen Museen sehr entspannt. Es gibt eine Museumsmeile („MuseumSmile“). Mit dem LuxembourgPass habt ihr Ermäßigung bis zu 30%.
- Sehenswerte Museen sind das Musée national d’Histoire et d’Art, Musée d’art Moderne Grand Duc Jean, Musée national d’histoire naturelle, Musée de la Forteresse.
- Seit 2016 verbindet der Panorama-Aufzug Pfaffenthal den Park Pescatore in der Oberstadt mit dem Alzette-Tal in der Unterstadt.
- Ein günstiges Hotel im Stadtzentrum ist das B&B Hotel Luxembourg Centre Cloche d’Or.
- Große Auswahl an Restaurants mit französischen Einflüssen z.B. Le Laboratoire oder Rôtisserie Ardennaise.













