Freiburg ist berühmt für sein imposantes Münster und das milde Klima. Zwei Mal machten wir Station in der Stadt im Südwesten Baden-Württembergs und hatten beide Male Pech mit dem Wetter. Kulinarisch war es aber jedes Mal ein Highlight.
Freiburg im Breisgau – die sonnige Schwarzwaldmetropole. Bekannt für ihr mittelalterliches Zentrum, das beeindruckende Freiburger Münster, Bächle und Spätzle. Zwei Mal waren wir in der Universitätsstadt: auf dem Weg an den Lago Maggiore und auf der Rückfahrt unseres Winterurlaubs im Schwarzwald.
Sonnig und mild war es beide Male allerdings nicht. Der erste Besuch im Juni wurde von einem heftigen Regenguss begleitet, beim zweiten Mal im Winter zog es wie Hechtsuppe in der Stadt, so dass man es draußen nicht lange aushielt. Dafür gibt es aber in Freiburg viele schöne Möglichkeiten zum Einkehren und Schlemmen.
Gut zu wissen
Deutschlands südlichste Großstadt mit knapp 238.000 Einwohnern besticht durch seine einmalige Lage. Rheinebene, Kaiserstuhl, Schönberg, Schwarzwald, Markgräferland – Freiburgs Umland ist außerordentlich vielfältig und lädt zu zahlreichen Entdeckertouren ein.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Jahre 1008 als Siedlung. Im 13. Jahrhundert übernahmen die Grafen von Freiburg die Herrschaft. 500 Jahre lang gehörte Freiburg zu Vorderösterreich, eine Zeit lang sogar als Regierungssitz. Bis 1427 war Freiburg Reichsstadt, 1827 wurde sie Sitz des neu gegründeten Erzbistums. Bei den Bombardierungen 1940 wurde die Altstadt stark zerstört, das Freiburger Münster aber blieb weitestgehend unbeschädigt.
Derzeit studieren etwa 24.500 Menschen an der 1457 gegründeten Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
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Wie kommt man hin?
Von NRW sind an die 400 Kilometer nach Freiburg zu fahren, die Münchener brauchen 560, die Berliner 800, die Hamburger fahren 745 Kilometer.
Mit der Bahn könnt ihr von Köln mit einem Umstieg in Frankfurt am Main nach Freiburg fahren. Die Hamburger steigen in Mannheim um, von Berlin aus ist der ICE ohne Umstieg in 6.30 Stunden in Freiburg (wenn er pünktlich fährt).
Bummel durch die Altstadt
Freiburg ist eine lebendige Kultur- und Universitätsstadt. Vor allem die (wieder aufgebaute) Altstadt lohnt einen Spaziergang. Von Montag bis Samstag ist auf dem Münsterplatz Markt. Diese quirlige Atmosphäre solltet ihr einmal erleben. Und hier kommt auch schon mein erster kulinarischer Tipp: eine Lange Rote auf die Hand an dem Wurststand gleich am Münster. Das ist eine lange Bratwurst im Brötchen und die berühmteste Spezialität der Stadt.
Freiburger Münster
Ein Bummel durch Freiburg ohne das Münster zu besuchen? Unvorstellbar! Also geht in diese beeindruckende Kirche hinein. Das Freiburger Münster ist eines der schönsten Bauwerke Deutschlands und das Wahrzeichen der Stadt. Besonders ist der 116 Meter hohe Westturm, welchen der Kunsthistoriker Jacob Burckhardt als „den schönsten Turm auf Erden“ bezeichnete.
Das Münster Unserer Lieben Frau zu Freiburg wurde von 1200 bis 1513 im romanischen und größtenteils gotischen Stil erbaut. 1827 wurde Freiburg Bischofssitz des Erzbistums Freiburg und das Freiburger Münster offiziell Kathedrale. Es wird aber weiterhin als Münster bezeichnet.
Schon beim Eintreten beeindruckt die imposante Portalhalle mit ihrem reichen Figurenschmuck.
Das Freiburger Münster beherbergt eine Fülle von Kunstschätzen: die Fenster mit den bedeutenden Glasmalereien, der Hochaltar, die Hosanna, eine der ältesten Glocken Deutschlands, uvm.
Für Kinder gibt es spezielle Aktionstage, die Kreativ-Werkstatt und Familienführungen. Schaut doch mal hier.
Altstadt mit Bächle
Die 900 Jahre alte Altstadt Freiburgs verzaubert mit gepflasterten Gassen, den Freiburger Bächle und gut erhaltenen mittelalterlichen Stadttoren.
Markant ist das Historische Kaufhaus mit seiner roten Fassade. 1520 wurde es gebaut und zeugt von der wohlhabenden Zeit der Habsburger. So ist die Fassade mit vier Standbildern von Habsburger Herrschern verziert. Die 1733 errichtete Alte Wache am Münsterplatz diente einst als Garnison der österreichischen Wache.
Schlendert durch die urigen Gassen, wie die Konviktstraße, lasst euch treiben und Freiburgs Atmosphäre erleben. Falls ihr eine Stadtführung machen möchtet – es gibt jede Menge spannender Touren von verschiedenen Anbietern. Einen Überblick findet ihr hier.
Und was wäre ein Besuch in Freiburg ohne eine Schwarzwälder Kirschtorte? Wir haben eine ganz fantastische im Café Schmidt gegessen. Himmlisch!

- Konditorei Café Schmidt, Bertoldstraße 19a, 79098 Freiburg
- Montag bis Samstag 9.00 bis 18.00 Uhr, sonntags geschlossen
Kulinarisch unterwegs – die Hausbrauerei Feierling
Beide Male waren wir während unseres Besuchs in der Hausbrauerei Feierling und – begeistert. Die Brauerei liegt auf Freiburgs Insel an der Gerberau – ein Viertel mit unheimlich viel Flair. 1877 wurde hier die Inselbrauerei Julius Feierling gegründet und das erste helle Bier Freiburgs gebraut. 1981 musste der Betrieb aus mehreren Gründen schließen, wurde aber ein paar Jahre später in vierter Generation wieder aufgenommen.
Probieren solltet ihr das helle Bier Inselhopf und natürlich – Spätzle. Unten sitzt man in gemütlicher Brauerei-Atmosphäre, oben mit Blick auf die Braukessel. Im Sommer gibt’s einen großen Biergarten mit Inselflair. Leckeres Essen zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis, selbstgebrautes Bier, eine tolle Atmosphäre – ein Muss für jeden, der Freiburg besucht. Und unseren beiden Jungs gefiel’s auch!
- Hausbrauerei Feierling, Gerberau 46, 79098 Freiburg
- Täglich 11.00 bis 24.00 Uhr
Geht unbedingt anschließend zu den Bächle bei der Brauerei und zu dem steinernen Krokodil. Es gehört zur Firma Himmelsbach und schwimmt seit 2002 zu jeder Jahreszeit an der Oberfläche des Gewerbekanals. An dem Bächle befindet sich der tolle Spielzeugladen Papagena, der auch auf jeden Fall einen Besuch lohnt. Klein, aber fein!
- Spielzeug Papagena, Marienstraße 17, 79098 Freiburg
- Montag bis Samstag 10.00 bis 18.00 Uhr
Gleich gegenüber der Feierling Brauerei liegt der schöne Spielplatz am Augustinerplatz. Hier könnt ihr also Brauerei, Spätzle, Bächle und Spielen wunderbar miteinander verbinden.
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